Design Thinking

Habe ich jetzt irgendwelche beleidigt, weil ich gesagt habe: Das Brainstorming hat jetzt hundert Jahre nichts gebracht, und man hat es umbenannt in Design Thinking. Ich verstehe schon, dass das Design Thinking eine Weiterentwicklung ist, also dass man sich mehr Mühe gibt und auch die Kundenperspektive miteinbezieht. Also, das verstehe ich. Aber es bleibt der Fakt bestehen, dass ich unbegabte Leute da dran lasse.

Man nimmt immer noch an, dass jeder Design Thinking machen kann, und es wird immer was. Dann werden immer einzelne Fälle vorgezogen, wo das Erfolg hatte, aber so in der großen Masse hat es deshalb keinen Erfolg, weil man Leute mit einer Aufgabe betraut, für die sie nicht begabt sind. Und um sozusagen kreativ zu sein wird irgendwie angenommen, dass man das könnte. Aber wenn ich solche Sachen sehe wie schreiben, Gedichte machen, fotografieren und so, das kann einer nicht einfach so. Das muss man können, also Talent haben. Und das Üben von Innovationen mit talentfreien Leuten wird dann höchstens irgendwas Mittelmäßiges.

Es gibt dann auch lauter Frustrationen, weil diese mittelmäßigen Innovationen nicht durchkommen. Mittelmäßige Innovationen können nicht durchkommen, weil sie zu wenig Begeisterung erzielen. Man muss eine Innovation so machen oder eine gute Idee, dass sie so viel Begeisterung erweckt, dass die Leute, die dagegen sind, sagen: “Okay, eigentlich mag ich es nicht, aber es sieht schön aus!” und lassen es durch.

Also, eine Ausnahme, so wie man bei einem Kind sagt: “Okay, heute darfst du ein Eis!” Manche überzeugt man, manche begeistert man, und manche müssen sagen: “Okay, ist es eine Ausnahme!” Und die muss man auch mitnehmen, und wenn man eine durchschnittliche Innovation hat, wird die von den normalen Antagonisten einfach gestoppt. Deswegen: Sowas wie Mittelmäßigkeit kommt bei Ideen nicht durch. Man muss schon gute haben. Und das kann nicht jeder.